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Auf der Seite der homöopathischen Klinik Dr. Spinedi in der italienischen Schweiz wird über eine prospektive, randomisierte, Placebo kontrollierte, doppelblinde Studie zur homöopathischen Behandlung der Nebenwirkungen in der Krebstherapie berichtet, gern zitiere ich unten den Text von Dr. Spenedi, der sich hier im Original findet und unten zur Studie verlinkt.

Bereits eine frühere Studie aus der selben Forschungsgruppe hatte dazu geführt, dass Homöopathie im Sommer des letzten Jahres in die medizinische Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patient*innen aufgenommen wurde. Die Studie von Frass et. al. von 2015 konnte die Wissenschaftler*innen überzeugen: „Aufgrund der stark positiven Ergebnisse dieser Studie [kann] der Einsatz von klassischer Homöopathie (Erstanamnese in Kombination mit individueller Mittelverschreibung) zur Verbesserung der Lebensqualität bei onkologischen Patienten zusätzlich zur Tumortherapie erwogen werden“, heißt es in der Leitlinie. Näheres dazu hier und hier.

Hier nun Dr. Spinedi zur neuesten Forschungsarbeit:
„Eine in der renommierten Zeitschrift «The Oncologist» von Prof. Frass et al. im Oktober 2020 publizierte Studie zeigt, dass Homöopathie auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs besser als Placebo wirktHomöopathie verträgt sich sehr gut mit konventionellen Therapien und reduziert die Nebenwirkungen dieser Therapien signifikant. Damit bestätigt diese Arbeit unsere Erfahrungen, die wir in den letzten 20 Jahren an der Clinica Spinedi gewinnen konnten.
 
Untersucht wurde die Wirksamkeit einer komplementär-homöopathischen Behandlung von metastasiertem nicht kleinzelligem Lungenkrebs im Vergleich zu Placebo. Dabei kam heraus, dass konventionelle Medizin und Homöopathie sich gut ergänzen, dass die Lebensqualität verbessert und die Überlebenszeit durch die homöopathische Behandlung verlängert wird.
 
In dieser prospektiven, randomisierten, Placebo kontrollierten, doppelblinden, 3 armigen Multicenter Phase III Studie wurden die Effekte einer komplementären homöopathischen Behandlung im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht kleinzelligem Lungenkrebs im Stadium IV in Bezug auf die Lebensqualität (mittels Fragebögen nach 9 und 18 Wochen) und die Überlebenszeit untersucht. 150 Patienten mit Lungenkrebs im Stadium IV wurden in die Studie aufgenommen, 98 erhielten neben der konventionellen onkologischen Therapie (klassische Chemotherapie und teilweise Bestrahlung) doppelblind entweder individualisierte homöopathische Arzneien (n=51) oder Placebo (n=47). 52 Kontrollpatienten ohne homöopathische Behandlung wurden nur bezüglich des Überlebens beobachtet. Alle Patienten wurden für 24 Monate nach dem Studieneinschluss nachbeobachtet.
 
Verglichen mit Placebo hatten die Patienten nach 9 und 18 Wochen homöopathischer Behandlung eine signifikant bessere Lebensqualität und litten signifikant weniger an Nebenwirkungen der konventionellen Therapien wie : Fatigue (chronische Müdigkeit), Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Atemnot, Schlafstörung, Appetitlosigkeit, Verstopfung oder Durchfall.

Die mittlere Überlebenszeit war im Homöopathie Arm (435 Tage) signifikant länger im Vergleich zu Placebo (257 Tage) und zur Kontrollgruppe (228 Tage). Die homöopathisch behandelten Patienten haben im Durchschnitt 6 bzw. 7 Monate länger gelebt. Die Studienautoren vermuten, dass die verbesserte Lebensqualität zu dem längeren Überleben der homöopathisch behandelten Patienten beigetragen hat.“


Studie: Homeopathic Treatment as an Add-On Therapy May Improve Quality of Life and Prolong Survival in Patients with Non-Small Cell Lung Cancer: A Prospective, Randomized, Placebo-Controlled, Double-Blind, Three-Arm, Multicenter Study” in Oncologist. 2020 Oct 3. doi: 10.1002/onco.13548